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Vierköpfige Familie Lindell will Kohlendioxid-Ausstoß (Langfassung)

Vierköpfige Familie Lindell will Kohlendioxid-Ausstoß auf

eine Tonne pro Person und Jahr senken (Langfassung)

 

  • Start des „One Tonne Life" Projekts mit schwedischer Familie
  • Wohnen in klimafreundlichem Holzhaus
  • Volvo C30 DRIVe Electric sorgt für kohlendioxidfreie Mobilität

 

Köln/Stockholm. Mit dem Projekt „One Tonne Life" möchten die Unternehmen A-hus, Vattenfall und Volvo zeigen, wie eine Durchschnittsfamilie einen klimafreundlichen Lebensstil realisieren kann - mit Technik und Lösungen, die schon heute oder aber in naher Zukunft verfügbar sind. Das Ziel ist ehrgeizig: die schwedische Familie soll ihren Kohlendioxid-Ausstoß auf eine Tonne pro Person und Jahr senken.

 

Hässelby Villastad ist der westlichste Ortsteil der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Eine hübsche Wohngegend, bereits 1910 bauten wohlhabende Stockholmer hier die ersten Häuser, in den 1970er-Jahren entstand auch eine größere Anzahl an kleineren Gebäuden und Reihenhäusern. Hier im Älghagsstigen steht das neue Zuhause der Lindells, einer schwedischen Durchschnittsfamilie: Vater Nils Lindell ist 52 Jahre alt und arbeitet als selbständiger Organisationsberater, seine Frau Alicja ist ein Jahr jünger und stellvertretende Kindergartenleiterin. Die beiden Kinder, die 16-jährige Hannah und der 13-jährige Jonathan, gehen noch zur Schule. Bisher lebten sie nur gut zwei Kilometer entfernt auf rund 200 Quadratmetern in einem 34 Jahre alten frei stehenden Haus aus Holz und Beton mit dunkelroten Ziegeln. Beheizt wurde es mit Strom aus klassischer Erzeugung kombiniert mit einem Luft-Wärmeaustauscher, einige Zimmer hatten Fußbodenheizung. Vor der Tür standen zwei schon etwas betagte Renault Scenic (sieben und zehn Jahre alt) mit klassischem Benzinver-brennungsmotor, mit denen die täglich anfallenden Strecken zurückgelegt wurden.

 

Am 19. Januar 2011 ist Familie Lindell in das Haus gezogen, das für die nächsten sechs Monate ihren Lebensmittelpunkt darstellt. Und erst just an diesem Januar-Mittwoch haben Freunde und Bekannte der Familie von dem Umzug erfahren. Denn Familie Lindell fungiert als Testfamilie in einem interessanten Umwelt-Projekt mit dem Namen „One Tonne Life", das von den schwedischen Unternehmen A-hus (Hersteller von Energiesparhäusern), Vattenfall (Energieversorgungsunternehmen) und Volvo (Automobilhersteller) initiiert wurde. Neben diesen drei Unternehmen sind außerdem die Firma ICA (Nahrungsmittelkonzern), die die Familie bei der bewussten Auswahl von Artikeln des täglichen Lebens berät, und Siemens beteiligt, die das Haus mit Haushaltsgeräten mit niedrigem Energie- und Wasserverbrauch ausgestattet hat. Forscher der Göteborger Chalmers University of Technology begleiten das Projekt und berechnen die CO2-Bilanz der Familie. Ziel ist es, herauszufinden, wie weit eine ganz normale Familie ihren ökologischen Fußabdruck (CO2-Footprint) durch gezielte Maßnahmen senken kann. Und zwar auf eine Tonne pro Person und Jahr. Zum Vergleich: In Schweden liegt dieser Wert derzeit bei sechs bis acht Tonnen, im EU-Durchschnitt bei neun Tonnen, in Deutschland sind es schon elf Tonnen und in den USA etwa 22 Tonnen.

 

Dichte Klimahülle, Solarzellen und Solarmodule
Das Gebäude im Älghagsstigen ist auf den ersten Blick ein schlichtes weißes Holzhaus mit einer auf zwei Ebenen verteilten Gesamtwohnfläche von 150 Quadratmetern. Es entstand nach Plänen des Architekten Gert Wingårdh. „Die Hülle des Hauses funktioniert mit ihrer Dreifach-Isolierung wie eine Thermosflasche“, erklärt der Architekt. Mit den vorspringenden Einrahmungen um jedes Fenster, dem Windfang im Eingangsbereich und der großen integrierten Veranda am Wohnbereich des Hauses hat der Architekt für mehr Energieeffizienz und ein interessanteres Erscheinungsbild gesorgt. Der Energieverlust klassischer Gebäude mit großen Fensterflächen wurde auf ein Minimum reduziert. Gemeinsam mit dem Dach und der Südwestfassade, die jeweils mit Solarzellen bestückt sind, verleihen diese Eigenschaften dem Haus seinen ausdrucksstarken Charakter.

 

Das „One Tonne Life"-Haus verfügt über dreischichtige Wände mit außergewöhnlich gutem Isoliervermögen und minimalem Luftaustausch. Weitere Details sind die verbesserte Dach- und Grundisolierung sowie Niedrig-Energie-Fenster und -Außentüren. Der Windfang im Eingangsbereich verhindert einen größeren Luftaustausch zwischen Innen- und Außenluft. So entsteht ein angenehmeres Innenklima. Außerdem sinkt der Energieverbrauch, da die warme Innenluft im Haus verbleibt. Die Einrahmungen der Fenster verhindern die Einstrahlung der hoch stehenden Sommersonne, fangen aber die Energie der niedrig stehenden Wintersonne ein. Für die Frischluftzufuhr in dem abgedichteten Haus sorgt eine Belüftungsanlage, die verbrauchte Luft absaugt und gleichzeitig frische, temperierte Luft in die Schlafzimmer, das Wohnzimmer und andere Gemeinschaftsräume führt. Die Wärmeenergie der verbrauchten Luft wird zurückgewonnen. Die Wände innen sind weiß getüncht, ohnehin dominiert schlichtes und fast minimalistisches skandinavisches Design.

 

Der Heizbedarf des Hauses wird größtenteils über die zugeführte Luft, die Körperwärme der Bewohner und die Wärme der Geräte im Haus gedeckt. Im unteren Geschoss wird dies durch eine Fußbodenheizung ergänzt. Das Haus ist ein sogenanntes Plus-Energie-Haus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Die Solarzellen auf dem Dach und an der Südwestfassade erzeugen in erster Linie den Strom für die Beheizung, das Warmwasser und die Belüftung des Hauses. Außerdem liefern sie zum Teil den Strom für die Haushaltsgeräte und die Beleuchtung. Der von der Familie nicht verbrauchte Strom wird in das externe Stromnetz eingespeist oder zur Aufladung des Elektroautos verwendet. Die Solarmodule auf dem Dach des Carports decken einen großen Teil des Heiz- und Warmwasserbedarfs in der Zeit von April bis Oktober. Wenn die Sonne nicht scheint und die Solarspeicher keine Solarenergie mehr enthalten, erhält Familie Lindell regenerative Energie von Vattenfall.

 

Architekt Wingårdh erwartet einen Jahresverbrauch von 8.000 Kilowattstunden, das ist nicht einmal die Hälfte des Verbrauchs eines klassischen Einzelhauses. „Durch die besondere Bauweise und durch die verschiedenen Energiemaßmnahmen wie die spezielle Dämmung und den Luftaustausch gehen wir davon aus, dass das Haus bei einer Außentemperatur von minus 16 Grad im Inneren 20 Grad plus halten kann, ohne dass zugeheizt werden muss," erklärt er.

 

Im Haus selbst kommen Siemens-Geräte zum Einatz. Haushaltsgeräte machen bis zu 50% des Gesamtenergiebedarfs eines Durchschnittshaushalts aus. Wie sie eingesetzt werden, beeinflusst ebenfalls die Höhe der Stromrechnung. Siemens ist es gelungen, den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten in den letzten 15 Jahren um bis zu 80 Prozent zu drosseln. In puncto Energie- und Wasserverbrauch zeichnen sich die Geräte international durch Spitzenleistungen aus.

 

Allein in der Küche entsteht etwa ein Viertel der Klimabelastung durch einen Haushalt. Hier sieht der Nahrungsmittelkonzern ICA weitreichende Möglichkeiten, den Kohlendioxid-Ausstoß durch aktive Produktauswahl zu senken. „Wir bieten in unseren Geschäften ein breites Sortiment an umweltschonenden, ökologischen und regional produzierten Waren. Wir möchten Familie Lindell darin unterstützen, im Laden und zuhause in der Küche eine einfache, aber sorgfältige Produktauswahl zu treffen", berichtet Maria Smith, Leiterin des Bereichs Umwelt von ICA.

 

Für die Testphase erhält Familie Lindell ein monatliches Budget von 6.000 Schwedischen Kronen (rund 670 Euro) für Grundnahrungsmittel nach dem schwedischen Consumer-Index. Und dazu eine Liste mit Empfehlungen: „Dabei geht es nicht darum, der Familie Vorschriften zu machen, was sie essen oder trinken sollen. Sondern darum, ein Bewusstsein für ökologisch sinnvolle Ernährung zu entwickeln," sagt Maria Smith. „So kann ein Freiland-Gemüse aus einem Nicht-EU-Land ökologisch sinnvoller sein als eines aus europäischem Zuchtanbau. Und natürlich hat ein Freiland-Hähnchen eine bessere CO2-Bilanz als Beef aus Südamerika. Wenn eines der Kinder besonderen Appetit auf zum Beispiel eine Mango hat, dann werden wir ihm das nicht ausreden. Sondern einfach nur aufzeigen, was dies ökologisch bedeutet und welche Alternativen es gibt," so die Ernährungsexpertin. „In Zusammenarbeit mit einem Koch und Ernährungswissenschaftlern werden wir versuchen, Familie Lindell eine Life-Balance-Ernährungsweise näher zu bringen, die einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln mit sich bringt," so Maria Smith.

 

Clevere Energielösungen
Klimafreundliche, energieerzeugende Häuser bilden einen wichtigen Bestandteil von grünen Stromnetzen, die wiederum zu einer nachhaltigen Gesellschaft einen entscheidenden Teil beitragen. Vattenfall führt unterschiedliche Projekte durch, in deren Rahmen für Haushalte clevere Stromnetze und Energielösungen zur Erfassung des Stromverbrauchs und für einen effizienteren Energieverbrauch entwickelt werden sollen. In diesem Zusammenhang können Hauseigentümer sowohl Stromverbraucher als auch Stromerzeuger in kleinem Stil sein, beispielsweise durch Solartechnik. An dem Projekt „One Tonne Life" beteiligt sich Vattenfall unter anderem mit Energy Watch, einer innovativen Technik zur Erfassung des Stromver-brauchs der Familie in Echtzeit. „Wir unterstützen Familie Lindell dabei, ihren Stromverbrauch zu überwachen und den Strom effizient einzusetzen", erklärt Torbjörn Wahlborg, CEO von Vattenfall Norden. Er fügt hinzu: „Wir arbeiten außerdem an einer Weiterentwicklung des Stromnetzes, sodass eine Familie mit Solartechnik ihren Überschuss an uns verkaufen kann, wenn die eigene Stromproduktion über dem Verbrauch liegt. Gleichzeitig ist ihre Stromver-sorgung bei ausbleibendem Sonnenschein zum Beispiel durch Strom aus Wind- oder Wasserkraft gesichert."

 

Volvo C30 DRIVe Electric – bis zu 150 km mit einer Aufladung
Während des Projektes stellt die Volvo Car Corporation Familie Lindell zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Für den Alltag steht das erste, rein elektrisch betriebene Modell des Unternehmens, ein Volvo C30 DRIVe Electric, bereit. Aufgeladen mit erneuerbaren Energien verursacht dieses Fahrzeug keinerlei CO2-Emissionen. Der Volvo C30 DRIVe Electric gehört zur Elektro-Offensive von Volvo. Dem Standardfahrzeug steht es in puncto Komfort, Platzangebot und Sicherheit in nichts nach. Der Unterschied liegt im ausschließlichen Strombetrieb des Volvo C30 DRIVe Electric. Im Rahmen des Projekts „One Tonne Life“ bietet sich Volvo die Möglich-keit, zu untersuchen, inwieweit sich das Elektroauto für den Lebensstil einer modernen Familie eignet. „Für unsere Weiterentwicklung von Elektroautos ist das Projekt sehr wertvoll. Hier werden wir eindeutig erkennen können, welche Leistungen wir bieten müssen, damit die Verbraucher ein batteriebetriebenes Fahrzeug in puncto Fahrkomfort und Unterhalt als attraktiv und kosteneffizient beurteilen“, so Lennart Stegland, Leiter der Abteilung Spezialfahrzeuge von Volvo.

Der Motor des Volvo C30 DRIVe Electric befindet sich ganz konventionell unter der Motor-haube und wird durch Lithium-Ionen-Batterien betrieben, die sich an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen lassen. Eine vollständige Aufladung dauert rund acht Stunden. Das Fahrzeug beschleunigt in 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und errreicht eine Höchstge-schwindigkeit von 130 km/h. Die Reichweite einer vollständigen Aufladung beträgt bis zu 150 km. „150 Kilometer sind eine deutlich längere Strecke als der Pendlerdurchschnitt in Europa. Im Rahmen von ‘One Tonne Life’ soll damit der Fahrbedarf von Familie Lindell größtenteils abgedeckt werden“, so Lennart Stegland. Unabhängig von der Art des Antriebs gelten für alle Volvo Modelle die gleichen und extrem hohen Sicherheitsstandards. Das herausragende Sicherheitsniveau basiert auf der umfangreichen Forschung und Arbeit im hochentwickelten Volvo Safety Centre und der Erforschung und Auswertung realer Unfälle. Daher verfügt der Volvo C30 DRIVe Electric über das gleiche hohe Sicherheitsniveau wie jedes andere Volvo Modell auch.

Für Familie Lindell ist die Reichweite des Volvo C30 DRIVe Electric vollkommen ausreichend. „Wir legen am Tag normalerweise 20 bis maximal 40 Kilometer mit dem Auto zurück,“ sagt Alicja Lindell und fügt hinzu: „Selbst wenn wir abends mal Freunde besuchen oder in der Stockholmer City ins Theater wollen, kommen wir problemlos damit aus.“

Ein Volvo V50 1.6D DRIVe, ein besonders sparsames Dieselauto mit einem CO2-Ausstoß von nur 99 Gramm pro Kilometer, ist ergänzend zum Volvo C30 DRIVe Electric für Fahrten auf langen Strecken außerhalb der Region Stockholm vorgesehen.

Bilanz nach einem halben Jahr
Das „One Tonne Life“ Projekt ist auf ein halbes Jahr angelegt. Dann glauben die Wissen-schaftler die Ergebnisse durch die Erfahrungen aus Winter, Frühling und Sommer auf ein Jahr hochrechnen zu können. Das Ziel, den CO2-Fußabdruck auf eine Tonne pro Person und Jahr reduzieren zu können, ist sehr ambitioniert. Doch selbst wenn diese Vorgabe nicht erreicht wird, erhoffen sich die Wissenschaftler der verschiedenen Fachgebiete wichtige Erkenntnisse darüber, welche Lebens-, Ernährungs- und Mobilitätsgewohnheiten welche ökologischen Auswirkungen haben.

Und was verspricht sich die Familie von dem Umwelt-Projekt? „Wir werden das Ganze erst einmal mit unseren alten Gewohnheiten beginnen. Wir werden uns die Empfehlungen der verschiedenen Experten genau anhören und dann gemeinsam beschließen, was uns sinnvoll erscheint und was nicht,“ sagt Nils Lindell. „Wir werden sicher nicht unser Leben umkrempeln und auf Spaß verzichten,“ ergänzt Tochter Hannah. „Für mich stellt sich zum Beispiel die Frage, wie sich unser Leben nach dem halben Jahr eventuell verändern wird. Welche Erfahrungen, welche Erkenntnisse nehmen wir mit? Welche Anregungen und Ideen haben Bestand? Und vor allem: wie können wir mit kleinen Änderungen im Alltag viel erreichen? Das ist wirklich spannend an diesem Projekt,“ fasst Nils Lindell die Erwartungen der Familie zusammen.

 

 

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an:

Petra Cederhed, A-hus         Tel. +46 (0) 340 666510, E-Mail: petra.cederhed@derome.se
Mikael Björnér, Vattenfall      Tel. +46 (0) 730 548229, E-Mail: mikael.björner@vattenfall.com
Malin Persson, Volvo Cars     Tel. +46 (0) 31 3254152, E-Mail: mperss58@volvocars.com
Maria Smith, ICA                 Tel. +46 (0) 761 452820, E-Mail: maria.smith@ica.se
Tilda Björkman, Siemens      Tel. +46 (0) 708 290341, E-Mail: Tilda.Bjoerkman@BSHG.COM

 

Unter www.onetonnelife.com
können Sie das Experiment der Familie Lindell miterleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keywords:
C30, Umwelt, Technik
Descriptions and facts in this press material relate to Volvo Cars's international car range. Described features might be optional. Vehicle specifications may vary from one country to another and may be altered without prior notification.

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