Pressemeldungen

Startschuss für Joint Venture „Zenuity“: Volvo und Autoliv treiben autonomes Fahren voran

 

  • Gemeinschaftsunternehmen nimmt Betrieb auf

  • Entwicklung neuer Assistenz- und Fahrsysteme für autonome Fahrzeuge

  • Vertrieb erster Produkte über Autoliv ab dem Jahr 2019

 

Schwechat. Volvo und der schwedische Automobilzulieferer Autoliv geben Vollgas beim autonomen Fahren: Das neu gegründete Joint Venture „Zenuity“ hat heute (18. April 2017) seinen offiziellen Betrieb aufgenommen. Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen, das neben seinem Hauptsitz in Göteborg auch Standorte in München und Detroit unterhält, bündeln erstmals ein führender Premium-Automobilhersteller und ein sogenannter Tier-1-Zulieferer ihre Kräfte. Zenuity entwickelt neue Assistenz- und Fahrsysteme für autonom fahrende Autos.

 

Das Joint Venture tritt in den schnell wachsenden globalen Software-Markt für autonomes Fahren ein. Autoliv investiert rund 1,1 Milliarden Schwedische Kronen (ca. 115 Millionen Euro) in das Gemeinschaftsunternehmen. Dabei handelt es sich zum großen Teil um Anfangsinvestitionen sowie um bestimmte Vermögenswerte. Volvo steuert geistiges Eigentum und Personal bei, aber keine Barmittel. Beide Partner halten, wie im Herbst 2016 angekündigt, jeweils 50 Prozent am Joint Venture.

 

„Volvo kombiniert sein Know-how mit Autoliv, so entsteht ein führendes Unternehmen für Sicherheitssysteme autonomer Fahrzeuge. Mit dem Start von Zenuity kommen wir der Einführung dieser Techniken einen Schritt näher“, erläutert Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars.

 

„Zenuity wird weltweit hochmoderne, funktionale Lösungen für das autonome Fahren anbieten. Die gemeinsame Erfahrung von Autoliv und Volvo stellt dabei sicher, dass die Produkte den Bedürfnissen von Autofahrern im realen Verkehrsalltag entsprechen“, ergänzt Jan Carlson, Chairman, Präsident und CEO von Autoliv.

 

Zu Beginn beschäftigt Zenuity rund 300 Mitarbeiter, die sich aus Fachkräften von Volvo und Autoliv, aber auch neu angeworbenen Experten zusammensetzen. Mittelfristig soll die Zahl auf über 600 Beschäftigte steigen.

 

„In den vergangenen neun Monaten haben wir hart gearbeitet, damit Zenuity pünktlich starten kann – und ich freue mich, dass wir nun den Betrieb aufnehmen. Das Interesse der Automobilhersteller ist sehr ermutigend und wir wollen ein Vorreiter bei der Entwicklung der nächsten Generation sicherer automatisierter Fahrzeuge sein“, erklärt Dennis Nobelius, CEO von Zenuity.

 

Sowohl Volvo als auch Autoliv werden geistiges Eigentum im Bereich Fahrerassistenzsysteme lizenzieren und in das Joint Venture transferieren. Auf dieser Grundlage wird das Unternehmen neue Assistenzsysteme und Systeme für autonomes Fahren entwickeln. Die große Erfahrung beider Partner sowie Tests unter realen Bedingungen sichern eine hohe Alltagstauglichkeit; modulare Lösungen bieten Kunden dabei stets das passende Produkt für ihre Bedürfnisse. Die ersten Zenuity Produkte werden für das Jahr 2019 erwartet.

 

Autoliv fungiert als Zulieferer und Vertriebskanal aller Produkte des neuen Unternehmens an Dritte; es wird keinerlei Exklusivität gegenüber einem Kunden oder Eigentümer geben. Auch Volvo bezieht die Systeme direkt aus dem Joint Venture.

Keywords:
Technik, Unternehmen, Autonome Fahren
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