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Volvo Cars Tech Fund investiert in Blockchain-Unternehmen Circulor

Nächste Stufe der Zusammenarbeit

Vollständige Nachverfolgung der Kobalt-Lieferkette

Ausweitung auf weitere Materialien und Bereiche geplant

 

Wien. Volvo investiert über seinen unternehmenseigenen Investitionsfond Volvo Cars Tech Fund in den Blockchain-Spezialisten Circulor. Das Technologie-Unternehmen und der schwedische Automobil-Premiumhersteller arbeiten schon mehrere Jahre zusammen, um mit Hilfe der Blockchain die Nachverfolgbarkeit der Kobalt-Lieferkette zu verbessern. Der Rohstoff kommt in den Hochvoltbatterien der Volvo Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die jetzige Investition ermöglicht eine Ausweitung der Kooperation.

 

Die Blockchain-Technik von Circulor wird bereits in der Batterie-Lieferkette von Volvo eingesetzt. Dadurch lässt sich auch zu 100 Prozent das Kobalt zurückverfolgen, das im neuen Volvo XC40 Recharge P8 AWD zum Einsatz kommt. In Österreich ist der Verkaufsstart des ersten vollelektrischen Fahrzeugs der schwedischen Marke, das im belgischen Gent produziert wird, im Frühjahr 2021 geplant.

 

„Wir verpflichten uns zu einer ethischen Lieferkette für unsere Rohstoffe. Die Partnerschaft mit Circulor war in dieser Hinsicht entscheidend“, erklärt Martina Buchhauser, Chief Procurement Officer (CPO) bei Volvo Cars. „Indem wir die Weiterentwicklung von Circulor unterstützen, können wir den Einsatz der Blockchain-Technologie in unserem Geschäftsbetrieb ausweiten und so zu einem nachhaltigeren Handeln beitragen.“

 

Ausweitung der Blockchain

In Zukunft könnten weitere Materialien in die Blockchain einbezogen werden – beispielsweise Mica-Mineralien („Katzensilber“ oder Katzengold“): Diese werden zur Isolation von Akku-Packs verwendet. Volvo Cars und Circulor prüfen aber auch die Möglichkeit, ihre Zusammenarbeit auf andere Bereiche, wie die Rückverfolgbarkeit und Reduzierung von CO2-Fußabdrücken, auszudehnen. Damit könnte Circulor Standards für eine ethische Beschaffung in der Automobilindustrie und anderen Branchen setzen.

 

Die Investition durch den Volvo Cars Tech Fund ist Teil einer Finanzierungsrunde von Circulor, an der auch drei weitere Investoren beteiligt sind: SYSTEMIQ, Total Carbon Neutrality Ventures und Plug & Play.

 

Nachverfolgung in Kooperation mit Batterielieferanten

Volvo war der erste Automobilhersteller, der Blockchain in der gesamten Lieferkette eingeführt hat, um eine weltweite Rückverfolgbarkeit des in seinen Hochvoltbatterien verwendeten Kobalts sicherzustellen. Die hierfür von Circulor entwickelte Technologie wird in Partnerschaft mit den Batterielieferanten CATL und LG Chem umgesetzt. Die beiden Hersteller erfüllen die strengen Beschaffungsrichtlinien von Volvo Cars in Bezug auf Technologieführerschaft, verantwortungsvolle Lieferketten, Reduzierung der CO2-Emissionen und wettbewerbsfähige Kostenmodelle. Deshalb liefern sie nicht nur die Akkus für den Volvo XC40 Recharge P8 AWD. Auch die nächste Generation von Volvo und Polestar Modellen wird im kommenden Jahrzehnt von CATL und LG Chem beliefert.

 

Über den Volvo Cars Tech Fund

Der Volvo Cars Tech Fund wurde 2018 ins Leben gerufen, um vielversprechende Start-ups insbesondere aus der weltweiten Technologiebranche zu unterstützen. Seine Investitionen konzentrieren sich auf strategische Techniktrends, die die Automobilindustrie verändern. Hierzu gehören unter anderem künstliche Intelligenz, Elektrifizierung, autonomes Fahren und digitale Mobilität.

 

Volvo XC40 Recharge P8 AWD

Stromverbrauch kombiniert: 22,0 kWh/100 km
CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km
Effizienzklasse: A+

 

 

Die Volvo Car Group 2019

Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete die Volvo Car Group ein operatives Rekordergebnis von 14,3 Milliarden Schwedischen Kronen (rund 1,36 Milliarden Euro). Der Umsatz betrug 274,1 Milliarden SEK (26,0 Milliarden Euro). Der weltweite Absatz kletterte 2019 um 9,8 Prozent auf das neue Allzeithoch von 705.452 Fahrzeugen. Die Ergebnisse bestätigen den Erfolg des Volvo Transformationsprozesses und stellen die Weichen für die nächste Wachstumsphase des Unternehmens.

 

Über die Volvo Car Group

Volvo wurde 1927 gegründet. Heute zählt die Marke zu den bekanntesten und angesehensten weltweit, mit 705.452 verkauften Fahrzeugen in mehr als 100 Ländern im Jahr 2019. Seit 2010 befindet sich die Volvo Car Group im Besitz der chinesischen Zhejiang Geely Holding (Geely Holding).

 

2019 arbeiteten rund 41.500 Menschen weltweit für die Volvo Car Group. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Göteborg (Schweden). Hier sind auch große Teile von Produktentwicklung, Marketing und Verwaltung angesiedelt. Die chinesische Zentrale der Volvo Car Group ist in Schanghai. Die Fahrzeugproduktion erfolgt hauptsächlich in den Werken in Göteborg, Gent (Belgien), Ridgeville/South Carolina (USA) sowie Chengdu und Daqing (China). Motoren werden im schwedischen Skövde und im chinesischen Zhangjiakou produziert, Karosserieteile werden in Olofström (Schweden) gefertigt.

 

Im Rahmen der neuen Unternehmensphilosophie will Volvo seinen Kunden die Freiheit geben, sich auf persönliche, nachhaltige und sichere Weise zu bewegen. Dieses Ziel spiegelt sich in verschiedenen Plänen wider: Bis zur Mitte dieses Jahrzehnts soll die Hälfte des weltweiten Absatzes vollständig auf Elektroautos entfallen, jedes zweite Fahrzeug wird per Abonnement erworben. Volvo Cars setzt sich auch für eine kontinuierliche Reduzierung seiner CO2-Emissionen ein und will bis 2040 zu einem klimaneutralen Unternehmen werden.

 

Über den Volvo Cars Tech Fund

Der Volvo Cars Tech Fund ist ein neuer Beteiligungsfonds unter dem Dach der Volvo Car Group. Er widmet sich der Weiterentwicklung der Volvo Fahrzeuge im Hinblick auf Ökologie, Sicherheit und Technik. Der Fonds wurde im Jahr 2018 gegründet und hat seinen Sitz in der Nähe des Volvo Cars R&D Tech Center im kalifornischen Mountain View. Weitere Informationen finden sich hier.

Keywords:
Umwelt, Technik, Unternehmen, Nachhaltigkeit
Descriptions and facts in this press material relate to Volvo Cars's international car range. Described features might be optional. Vehicle specifications may vary from one country to another and may be altered without prior notification.